Autor: webtigerpro_dev

  • BAG, Urt. v. 21.9.2017 – 2 AZR 865/16

    BAG, Urt. v. 21.9.2017 – 2 AZR 865/16

      Das BAG hat entschieden, dass ein Geschäftsführer einer GmbH auch dann keinen Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz genießt, wenn er auf Grundlage eines Arbeitsvertrages für die Gesellschaft tätig wird. Dies gilt auch dann, wenn die Vertretungsbefugnisse des Geschäftsführers im Innenverhältnis durch eine Unterzeichnungsrichtlinie eingeschränkt sind. Der Zweck des § 14 Abs. 1 Nr. 1 KSchG…

  • BAG, Urteil vom 21.9.2017 – 2AZR 57/17

    BAG, Urteil vom 21.9.2017 – 2AZR 57/17

    Die Klägerin kündigte ihr Arbeitsverhältnis mit der Beklagten zum 30.9.2015. Sie war zu diesem Zeitpunkt geschäftsunfähig, da sie an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt war. Die Beklagte bestätigte die Kündigung und stellte die Klägerin frei. Die Klägerin machte die Nichtigkeit der Kündigung geltend und erhob Klage. Das BAG hat die Klage zurückgewiesen. Es hat entschieden, dass…

  • Anonymisierungssoftware auf Computer: Abmahnung oder Kündigung?

    Anonymisierungssoftware auf Computer: Abmahnung oder Kündigung?

    Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass die Installation einer Anonymisierungssoftware auf einem dienstlichen Computer eine erhebliche Pflichtverletzung des Arbeitnehmers darstellt. In diesem Fall kann eine Abmahnung entbehrlich sein, wenn der Arbeitnehmer die Rechtswidrigkeit seines Handelns ohne weiteres erkennen konnte und nicht davon ausgehen konnte, dass der Arbeitgeber dies hinnehmen würde. Darum geht es: In dem…

  • BAG Urteil vom 24.01.2008 – 6 AZR 519/07

    BAG Urteil vom 24.01.2008 – 6 AZR 519/07

      Die Kündigungsfrist während der Probezeit beträgt unabhängig von der Angemessenheit der Probezeitvereinbarung zwei Wochen. Das Schriftformerfordernis für Kündigungen ist nur gewahrt, wenn das Kündigungsschreiben vom Kündigenden eigenhändig unterzeichnet ist. Eine bloße Paraphierung mit einem Namenskürzel genügt nicht. Im Arbeitsvertrag der Parteien war eine Probezeit von sechs Monaten vereinbart. Nach rund vier Monaten kündigte die…

  • BAG Urteil vom 23.04.2008 – 2 AZR 21/07

    BAG Urteil vom 23.04.2008 – 2 AZR 21/07

    Nach § 622 Abs. 4 BGB können die Tarifvertragsparteien von den gesetzlichen Kündigungsfristen in § 622 Abs. 2 BGB abweichen. Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass die Tarifvertragsparteien dabei nicht verpflichtet sind, für Arbeitnehmer mit längerer Beschäftigungsdauer verlängerte Kündigungsfristen vorzusehen. Es besteht kein Differenzierungsgebot zugunsten älterer Arbeitnehmer. Ein Arbeitnehmer war seit 1975 bei einem Betrieb tätig,…

  • Kündigungsandrohung: Rechtsschutzversicherung zahlt Anwaltskosten

    Kündigungsandrohung: Rechtsschutzversicherung zahlt Anwaltskosten

    Erhält ein Arbeitnehmer eine Kündigungsandrohung, stellt dies einen Rechtsschutzfall dar. Die Rechtsschutzversicherung muss dann die Kosten für einen Rechtsanwalt übernehmen, der sich gegen die Kündigung wehrt. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Urteil entschieden. Der Fall: Ein Arbeitnehmer war bei einer Arbeitgeberin beschäftigt. Die Arbeitgeberin drohte ihm im Falle der Nichtannahme eines Aufhebungsvertrages…

  • BAG, Urteil vom 12. 3. 2009 – 2 AZR 894/07

    BAG, Urteil vom 12. 3. 2009 – 2 AZR 894/07

    Das BAG hat entschieden, dass ein Arbeitnehmer sich nicht auf die Unwirksamkeit seiner fristlosen Kündigung berufen kann, wenn er diese ohne Zwang erklärt hat und später die Unwirksamkeit geltend macht. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer die Unwirksamkeit der Kündigung aufgrund eines Betriebsübergangs geltend macht. Der Arbeitnehmer ist seit 2002 als Betriebsleiter für den…

  • BAG, Urteil vom 9. 6. 2011 – 6 AZR 687/09

    BAG, Urteil vom 9. 6. 2011 – 6 AZR 687/09

      Das BAG hat entschieden, dass eine Kündigung auch dann wirksam ist, wenn sie an den Ehegatten des Arbeitnehmers außerhalb der gemeinsamen Wohnung übergeben wird. Der Ehegatte gilt als Empfangsbote, wenn er in einer gemeinsamen Wohnung mit dem Arbeitnehmer lebt. Nach § 130 Abs. 1 BGB wird eine Willenserklärung unter Abwesenden wirksam, wenn sie dem…

  • BGH, Urteil vom 9. 4. 2013 – II ZR 273/11

    BGH, Urteil vom 9. 4. 2013 – II ZR 273/11

      Die zweiwöchige Frist für die außerordentliche Kündigung eines Geschäftsführeranstellungsvertrags beginnt mit dem Tag, an dem das für die Kündigung zuständige Gremium von den Kündigungsgründen tatsächlich weiß. Im vorliegenden Fall wurde der Geschäftsführer der beklagten GmbH außerordentlich gekündigt, weil er im Jahr 2000 einen Scheinberatervertrag mit einem Kommunalpolitiker abgeschlossen hatte. Die außerordentliche Kündigung wurde am…

  • BAG Urteil vom 20.06.2013, Az.: 6 AZR 805/11

    BAG Urteil vom 20.06.2013, Az.: 6 AZR 805/11

    Eine Kündigung ist dann hinreichend bestimmt, wenn der Empfänger der Erklärung erkennen kann, wann das Arbeitsverhältnis enden soll. Dies ist nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts auch dann der Fall, wenn die Kündigung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ erklärt wird, wenn der Empfänger der Kündigung hierdurch unschwer ermitteln kann, zu welchem Termin das Arbeitsverhältnis enden soll. Im vorliegenden…